Orthodoxie

Die orthodoxe Kirche steht in der Lehre Jesu Christi, der Apostel und der Kirchenväter. Orthodoxie ist keine Theorie, keine Philosophie und kein menschliches Denksystem, sondern sie ist der Leib Christi, der die Wahrheit ist. Der Gottmensch Jesus Christus ist die Wahrheit und das Haupt der Kirche. Deshalb ist das orthodoxe Leben nicht eines, das sich auf einen sonntäglichen Besuch des Gottesdienstes beschränkt, sondern es ist eine Lebensweise, die auf der Teilhabe am Leib Christi, d.h. an der Kirche, beruht.
Die Kirche bietet uns auf diese Weise den Weg zur Vergöttlichung. Sie bringt uns durch ihre Mysterien (Sakramente) Heilung und Heiligung. Der gefallene Mensch kann durch Christus, der den Tod überwunden hat, zu dem werden, der er schon immer sein sollte.

Die Kirche fordert uns auf, unser Leben nach der Ordnung Gottes ausrichten. Dabei verlangt Er nichts Unmögliches von uns. Das heilige Evangelium gibt uns nämlich keine unerfüllbaren Gesetze, sondern es gibt uns eine Anleitung für unser Leben, die von den großen Kirchenvätern erklärt wurde. Das Evangelium verlangt nicht viel; Christus sagt dies selbst: "Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht" (Mt. 11, 30). Es liegt lediglich an uns, die Vergöttlichung anzustreben durch unser Leben in der Kirche Christi. Gott will, "dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen." (1 Tim. 2,4).

Was bedeutet Orthodoxie für unseren Verein?

Die orthodoxe Kirche ist uns lebensnotwendig. Sie ist das, was unser Leben prägt und ausmacht. Deshalb stellen wir uns der Aufgabe, in Mainz einen Ort zu schaffen, an dem wir ein kirchliches Zuhause haben, einen Ort, an dem wir zur Ruhe kommen können, an dem gebetet wird, der zur Vergöttlichung führt und der auch für die kommenden Generationen diese Möglichkeiten eröffnet.

Was bedeutet Orthodoxie für Mainz und Deutschland?

In Deutschland finden wir eine fast post-christliche Gesellschaft vor. Die christliche Prägung des Abendlandes geht nach und nach verloren und mit ihr das Grundgerüst unserer Gesellschaft. Mit der Kirche kann heute kaum noch jemand etwas anfangen. Wir möchten mithelfen, das Christentum wieder in Deutschland zu verwurzeln. Deshalb ist uns auch an der Förderung der deutschsprachigen Orthodoxie gelegen, um das Verstehen und Nachvollziehen der Gottesdienste zu ermöglichen. Gerade in Mainz wird dieser Gedanke durch die deutschsprachige Gemeinde des hl. Christophorus schon seit vielen Jahren verfolgt. Dabei stehen wir in der Gemeinschaft der weltweiten Orthodoxen Kirche, die durch die verschiedenen Landeskirchen und durch die Bischöfe in Deutschland vertreten ist.